Von Steuern und abzugsfähigen Blumensträussen

Alle Jahre wieder! Nein, wir sprechen nicht vom Valentinstag, sondern vom Tag, an dem die Steuererklärung ins Haus flattert. Viel Neues gibt es heuer nicht. Abgesehen vom «Pendlerabzug», dessen Obergrenze für 2018 im einen oder anderen Kanton angepasst wird, läuft das meiste in den gewohnten Bahnen. Trotzdem wird es die üblichen Fragezeichen geben, etwa bei den Abzügen.

Putzkraft, Bügelhilfe, Hundesitter, Kindermädchen, Nachhilfelehrer, Fitnesscoach – immer mehr Haushalte gestalten ihr Leben mit einem Blumenstrauss an Dienstleistungen angenehmer. Weil das ein bisschen etwas kostet, setzt mancher Steuerpflichtige diese Ausgaben in der Steuererklärung dann als Abzüge ein. Sind ja schliesslich, irgendwie jedenfalls, Berufs- oder Repräsentationskosten. Dumm nur: Der Fiskus sieht das anders. Es handelt sich hier um Kosten für die private Lebenshaltung. Die sind steuerlich nicht abzugsfähig.

Und was ist mit dem schönen, grossen, teuren Blumenstrauss für Ihren Schatz am Valentinstag? Kommt drauf an. Ob Sie als selbständiger Unternehmer mit diesem Bouquet Ihre Geschäftsräumlichkeiten schmücken (Repräsentation) oder es nach Hause tragen (Lebenskosten), wird das Steueramt kaum überprüfen wollen. Achten Sie dann aber bitte drauf, dass die Rechnung mit der Geschäftsadresse nicht offen herumliegt. Für die romantische Stimmung am Valentinstag ist es nicht förderlich, wenn beim Beschenkten das Gefühl aufkommt, der vermeintliche Liebesbeweis sei bloss eine steuerlich abzugsfähige Geschäftsausgabe.

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