Virus

Infos zum Coronavirus

Auf dieser Seite halten wir für Sie Informationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus bereit. Die Informationen werden laufend ergänzt und aktualisiert.

Härtefälle

Kanton Zürich: Information 3. Zuteilungsrunde Härtefallprogramm

Unternehmen können unter den folgenden Voraussetzungen das Härtefallprogramm in Anspruch nehmen:
 

  • Unternehmensgründung: vor dem 1. Oktober 2020
  • Mindestumsatz: 50’000 Franken. Unternehmen, die in den Monaten Januar 2021 bis Juni 2021 in Zusammenhang mit behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie Umsatzrückgänge erleiden, können als Bemessungsgrundlage den Umsatz der letzten 12 Monate anstelle des Jahresumsatzes 2020 verwenden.
  • Lohnkosten fallen überwiegend in der Schweiz an.
  • Erforderliche Belege und Nachweise liegen vor. 

Ein Härtefall liegt vor, wenn

  • der Umsatzausfall im Jahr 2020 mindestens 40 Prozent beträgt.
  • der Umsatzausfall der letzten zwölf Monate mindestens 40 Prozent beträgt.
  • das Unternehmen seit dem 1. November 2020 während mindestens 40 Kalendertagen behördlich geschlossen wurde. 

Weitere Informationen:

  • Doppelsubventionierungsverbot: Wenn die Tätigkeiten eines Unternehmens in unterschiedlichen Branchen klar abgegrenzt werden können, sind mehrere Arten von Finanzhilfen zulässig, also z.B. eine Härtefallhilfe und eine gleichzeitige Kulturunterstützung.
  • Berücksichtigung Fixkosten: Neben der gesamten Vermögens- und Kapitalsituation eines Unternehmens wird auch der Anteil an nicht gedeckten Fixkosten berücksichtigt: Anspruchsberechtigt sind nur Unternehmen, die dem Kanton bestätigen, dass aus dem Umsatzrückgang am Jahresende ein Anteil an ungedeckten Fixkosten resultiert, der ihre Überlebensfähigkeit gefährdet.
  • Dividendenverbot: Für Unternehmen mit Härtefallhilfen gilt ein befristetes Verbot zur Ausschüttung von Dividenden und Tantiemen. Die Frist wurde vom Parlament um ein Jahr verlängert und gilt für das Geschäftsjahr, in dem die Härtefallmassnahme ausgerichtet wird sowie für die drei darauffolgenden Jahre. Diese Verlängerung gilt für alle Unternehmen, denen nach dem 1. April 2021 ein Beitrag zugesichert wird. Das Dividendenverbot kann mittels Rückzahlung der Hilfen aufgehoben werden. Ein Unternehmen wird von der Härtefallhilfe ausgeschlossen, wenn es einen Beschluss über eine Dividendenausschüttung fällt und nicht erst, wenn eine Dividende ausgeschüttet wird (für drei Jahre oder bis zur Rückzahlung der erhalten Hilfen). 
  • Gewinnbeteiligung: Grössere Unternehmen mit einem Umsatz über 5 Millionen, die 2021 einen Gewinn erzielen, sollen diesen bis zum Umfang des erhaltenen Betrags an den Staat zurückzahlen.
  • Vorsteuerkürzungen: Vorsteuerkürzungen können auch im Verhältnis der Subventionen zum getätigten Aufwand berechnet werden. Steuerpflichtige Unternehmen, die Covid-19-Beiträge erhalten, müssen dabei keine Kürzung des Vorsteuerabzugs auf dem Warenaufwand und auf den Investitionen vornehmen.

Kurzarbeit

  • Informationen zur Kurzarbeit: www.arbeit.swiss
  • 23.6.2021: Die Höchstdauer für den Bezug von Kurzarbeitsentschädigung (KAE) wird auf 24 Monate erhöht und das vereinfachte Verfahren für KAE wird bis 30. September 2021 verlängert. Auch der Anspruch auf KAE für Lernende sowie Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen und Arbeitnehmende auf Abruf in unbefristeten Arbeitsverhältnissen wird bis 30. September 2021 verlängert. Ab 1. Juli 2021 gilt wieder eine Karenzzeit von einem Tag. Die entsprechenden Änderungen der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung treten am 1. Juli 2021 in Kraft.
  • Das Kantonsgericht Luzern hat in seinem Entscheid 5V 20 396 vom 26. Februar 2021 entschieden, dass die Ferien- und Feiertagsentschädigung auch im Covid-19-Summarverfahren eingerechnet werden muss. Für betroffene Unternehmen, die ab März 2020 Kurzarbeitsentschädigung für Monatslöhner beantragt haben, empfehlen wir als Sofortmassnahme, von der zuständigen Arbeitslosenkasse eine anfechtbare Verfügung zu verlangen. Unternehmen, die bereits eine Verfügung ohne Berücksichtigung der Ferien- und Feiertagsentschädigung erhalten haben, empfehlen wir, ein Gesuch um Wiedererwägung einzureichen. -> Musterbrief
  • 19.3.2021, Verlängerung von Massnahmen im Bereich der Kurzarbeit: Der Bundesrat hat am 19. März 2021 das vereinfachte Verfahren für Kurzarbeitsentschädigung (KAE) sowie die Aufhebung der Karenzzeit bis am 30. Juni 2021 verlängert. Die entsprechenden Änderungen der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung treten am 1. April 2021 in Kraft.
  • Die Karenzfrist wird rückwirkend per 1. September 2020 und bis zum 31. März 2021 aufgehoben.
  • Die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung (KAE) bei mehr als 85 Prozent Arbeitsausfall von vier Abrechnungsperioden zwischen dem 1. März 2020 und 31. März 2021 wird rückwirkend aufgehoben.
  • Der Anspruch auf KAE wird auf Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen und Lernende ausgeweitet. Der Anspruch kann ab Abrechnungsperiode Januar 2021 beantragt werden. Die Anspruchserweiterung gilt bis zum 30. Juni 2021.
  • Mit der Änderung der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung vom 28. Oktober 2020 wird Mitarbeitenden auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, die seit mindestens sechs Monaten im Betrieb tätig sind, Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung gewährt. Die Änderung tritt rückwirkend ab 1. September 2020 in Kraft. Der Anspruch ist bis zum 30. Juni 2021 befristet.
  • Seit dem 1. September 2020 entfällt die Mehrheit der ausserordentlichen Massnahmen (Ausweitung der Anspruchsgruppen, zusätzliche finanzielle Entlastung der Unternehmen) und es erfolgt eine Rückkehr zum ursprünglichen System der Kurzarbeitsentschädigung.
  • Seit dem 1. September 2020 gilt wieder eine maximale Bewilligungsdauer von Kurzarbeit von drei Monaten. Folglich verlieren Bewilligungen ihre Gültigkeit, die zu diesem Zeitpunkt älter als drei Monate sind. Die davon betroffenen Unternehmen müssen eine neue Voranmeldung von Kurzarbeit einreichen.
  • Seit dem 1. September 2020 gilt neu eine Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von 18 Monaten (statt 12 Monaten).
  • Das vereinfachte Verfahren bei der Voranmeldung und das summarische Verfahren bei der Abrechnung gelten bis 31. März 2021.
  • Rückwirkend ab dem 1. Dezember 2020 und befristet bis 31. März werden Personen mit einem Einkommen von bis zu 3470 Franken bei Kurzarbeit 100 Prozent entschädigt. Bei Einkommen zwischen 3470 und 4340 Franken beträgt die Kurzarbeitsentschädigung bei vollständigem Verdienstausfall ebenfalls 3470 Franken; teilweise Verdienstausfälle werden anteilig berechnet. Die Einstufung von Teilzeitlöhnen findet anhand des auf ein Vollzeitpensum hochgerechneten Lohns statt. Ab 4340 Franken gilt die reguläre Entschädigung von 80 Prozent. Das SECO wird hierzu entsprechende Weisungen erlassen.

Weitere Informationen
Formulare
Kanton Zürich: Informationen, Formulare, Online-Voranmeldung

Übersicht Covid

Übersicht
Informationen und Arbeitshilfen betreffend Coronavirus auf der Website unseres Zentralverbands.

FAQ «Arbeitsrecht und Pandemie»
Überblick über die häufigsten Fragen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Zusammenhang mit der aktuellen Lage betreffend Coronavirus.

FAQ Arbeitsrecht und Pandemie (Arbeitnehmer)
FAQ Arbeitsrecht und Pandemie (Arbeitgeber)
FAQ Arbeitsrecht und Pandemie (Gesamtübersicht)

Bürgschaften für KMU

Der Bundesrat hat am 13. März 2020 zur Unterstützung von KMU in Liquiditätsschwierigkeiten wegen Coronavirus das Spezialregime Bürgschaftswesen beschlossen.

Weitere Informationen
Merkblatt Spezialregime Bürgschaftswesen
Offizielle Seite «Bürgschaften» mit praktischen Erläuterungen und Formulare

Entschädigung für Erwerbsausfall bei Massnahmen gegen das Coronavirus

Der Bundesrat hat seit dem 20. März 2020 eine Reihe von Massnahmen getroffen, um die wirtschaftlichen Folgen der Verbreitung des Coronavirus für die betroffenen Unternehmen und Arbeitnehmenden abzufedern. Eine dieser Massnahmen ist die Corona-Erwerbsersatzentschädigung, deren Ausrichtung für alle Anspruchsberechtigten am 16. September 2020 ausgelaufen ist. Seit dem 17. September 2020 kann in bestimmten Situationen Corona-Erwerbsersatz erneut beantragt werden.

Anrecht auf eine Entschädigung haben

  • Eltern mit Kindern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist
  • Personen, die wegen einer Quarantänemassnahme ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen
  • Selbstständigerwerbende, die auf Anordnung des Kantons oder des Bundes den Betrieb schliessen müssen und dadurch einen Erwerbsausfall erleiden
  • Selbstständigerwerbende, die von einem behördlichen Verbot einer oder mehrerer Veranstaltungen betroffen sind 

Das Covid-19-Gesetz ist am 26. September 2020 in Kraft getreten und regelt die Fortführung von Massnahmen zur Entschädigung des Erwerbsausfalls. Am 4. November hat der Bundesrat die entsprechenden Verordnungsänderungen verabschiedet. Folgende Personen, deren Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus eingeschränkt ist, können rückwirkend auf den 17. September 2020 (befristet bis 30. Juni 2021) Corona-Erwerbsersatz beziehen:
 

  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Betriebsschliessung
    Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) haben Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Veranstaltungsverbot
    Auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) haben Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz bei einem behördlichen Veranstaltungsverbot, wenn sie für diese Veranstaltung eine Leistung erbracht hätten.
  • Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung mit massgeblicher Umsatzeinbusse
    Personen haben einen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, deren Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus massgeblich einschränkt ist und sie eine Lohn- oder Einkommenseinbusse erleiden. Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zu Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist. Die Angaben werden mit Stichproben überprüft. 

Personen, die einen Erwerbsausfall erleiden und auf welche die oben aufgeführten Situationen zutreffen, müssen bei ihrer AHV-Ausgleichskasse einen Antrag einreichen. Die entsprechenden Formulare stehen auf den Webseiten der Ausgleichskassen bereit. Die Betroffenen können ihre Anträge ab sofort einreichen.

Für jene Unternehmen, die auf zusätzliche Hilfe angewiesen sind, besteht die Möglichkeit von Unterstützungen im Rahmen einer Härtefall-Regelung. Mit dem Covid-19-Gesetz kann sich der Bund an kantonalen Massnahmen zur Unterstützung besonders betroffener Unternehmen zur Hälfte beteiligen. Im Fokus stehen Unternehmen in der Eventbranche, Schausteller, die Reisebranche sowie touristische Betriebe. Die Ausführungsverordnung ist derzeit in Erarbeitung.


Weitere Informationen und FAQ‘s

Die Informationsstelle AHV/IV stellt auf ihrer Website www.ahv-iv.ch weitere Informationen und Merkblätter zur Verfügung. 

Überbrückungshilfe

KMU sollten raschen Zugang zu Krediten für die Überbrückung von Corona-bedingten Liquiditätsengpässen erhalten.

Unternehmen: Die Frist für Kreditgesuche ist am 31. Juli 2020 abgelaufen. Bei Fragen zu Ihrem bestehenden Kreditgesuch wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Bank.

Start-ups: Die Frist für Bürgschaftsgesuche ist am 31. August 2020 abgelaufen. Bei Fragen zu Ihrem bestehenden Bürgschaftsgesuch wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Bürgschaftsorganisation.

Weitere Informationen

Auswertungen

Fachbeitrag «COVID-19-Kredite: Zu Unrecht bezogen oder verwendet?» (Autoren: Federico Domenghini und Stephanie Schwab) 

Massnahmen gegen Konkurse

14. Oktober 2020: Der Bundesrat verlängert die vorübergehenden Massnahmen zur Verhinderung von coronabedingten Konkursen nicht. Das hat er an seiner Sitzung vom 14. Oktober 2020 entschieden. Gleichzeitig setzt der Bundesrat die vom Parlament im Rahmen der Aktienrechtsrevision beschlossene Verlängerung der Nachlassstundung bereits auf den 20. Oktober 2020 in Kraft.

Weitere Informationen

16. April 2020: Der Bundesrat will mit gezielten Massnahmen coronabedingte Konkurse und den damit verbundenen Verlust von Arbeitsplätzen verhindern. Er hat die entsprechende Verordnung an seiner Sitzung vom 16. April verabschiedet. Die Verordnung sieht eine vorübergehende Entlastung von der Pflicht zur Überschuldungsanzeige vor, die in der Regel zum sofortigen Konkurs führen würde, sowie die Möglichkeit einer befristeten, unbürokratischen COVID-19-Stundung insbesondere für KMU.

Weitere Informationen 

Arbeitslosenversicherung (ALV)

12. August 2020: Der Bundesrat hat am 12. August 2020 die Änderung und Verlängerung der COVID-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung beschlossen. Die Verordnung umfasst nur noch fünf Hauptartikel und regelt damit folgende Punkte: die Verlängerung der Rahmenfristen von Versicherten, die Nichtberücksichtigung der Abrechnungsperioden mit einem Arbeitsausfall über 85 Prozent zwischen dem 1. März und dem 31. August 2020 im Rahmen der Kurzarbeit, den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für Berufsbildnerinnen und -bildner, die für die Ausbildung von Lernenden zuständig sind, und schliesslich das summarische Verfahren bei Kurzarbeit. Die Änderungen sind am 1. September 2020 in Kraft getreten.

Weitere Informationen auf arbeit.swiss

Verschiedene Informationen

Auswirkungen auf Bilanzierung und Jahresabschluss
Informationen des Schweizerischen Instituts für die Eingeschränkte Revision (SIFER)

 

Sicherheitsrisiko durch Ransomware gegen KMU
Informationen
Merkblatt Informationssicherheit für KMU

 

Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus